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AGEH-Weltdienst

Alle gewinnen gemeinsam.
Internationale Partnerschaften stärken

Als "Entwicklungshelfer/-innen" aus dem Süden bringen Weltdienstleistende ihr Fachwissen, ihren kulturellen und sozialen Hintergrund, ihre produktive Fremdheit in die Arbeit der deutschen Nichtregierungsorganisationen (NRO) im Sinne der Nachhaltigkeitsziele (SDGs) ein. Wir starten ein neues Personalprogramm.

Vom Entwicklungsdienst zum Weltdienst.

 

Die AGEH bietet ihren deutschen und internationalen Partnern die Vermittlung von Fachkräften aus dem Süden in deutsche nichtstaatliche, insbesondere kirchliche, Organisationen an.

 

Im Rahmen eines zwei- oder dreijährigen Dienstes arbeiten Weltdienstleistende als integrierte Fachkräfte aus dem Süden auf Zeit gemeinsam mit ihren Kolleg/innen in Deutschland an aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen. Sie tragen so zur Stärkung von internationalen Lern- und Entwicklungspartnerschaften bei.

 

Ihre Rückkehr in Netzwerke und Organisationen in ihrem Herkunftsland mit den zuvor in Deutschland erweiterten Fähigkeiten ist fester Bestandteil des Programms. Diese Fähigkeiten stehen dort armen und ausgegrenzten Gruppen und deren Sachwaltern zur Verfügung.

 

Nord-Süd-Vermittlung vervollständigen

 

Die Vermittlung von Weltdienstleistenden aus dem Süden in deutsche kirchliche und gemeinnützige NRO komplettiert die lange praktizierte Nord-Süd-Vermittlung von Entwicklungshelfern. Sie eröffnet Partnerorganisationen im Süden die Gelegenheit, sich wirkungsvoller einzubringen. Sie schafft neue Möglichkeiten, ihre Wahrnehmungen, Kenntnisse und fachlichen Beiträge in den partnerschaftlichen Dialog über existentielle globale Herausforderungen einzubringen.

 

Das Personalprogramm AGEH-Weltdienst fördert und moderiert diese Zusammenarbeit und fördert den Aufbau weltweiter Multiakteurspartnerschaften.

 

Die Grundfinanzierung des Programms erfolgt über die Katholische Zentralstelle für Entwicklungshilfe (KZE) aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Die deutsche NRO stellt gemeinsam mit der AGEH einen Antrag zur Finanzierung der Personalprojekte.

 

Gemeinsam gewinnen.

 

Weltdienstleistende sind nach ihrer Rückkehr kompetente Gestalter internationaler und interkultureller Austauschbeziehungen.

Süd- und Nordpartner nutzen eine größere Bandbreite an Handlungsoptionen, ihre Arbeit wird relevanter und wirksamer. Sie bringen sich als gleichberechtigte Partner in globale Lern- und Veränderungsprozesse ein.

Die Zusammenarbeit internationaler Netzwerkpartner hilft bei der Gestaltung vielfältiger, dezentraler gesellschaftlicher Prozesse zur Lösung drängender globaler Fragen.


Erfahrungsaustausch
Drei gewinnen direkt.

 

1. Weltdienstleistende aus dem Süden:

 

Sie bringen ihre Fachkompetenzen ein, aber auch ihre sozialen und kommunikativen Kompetenzen und Grundhaltungen, eine Beratungs- und Lernperspektive und einen authentischen Blick auf Zielgruppen und Fachthemen der deutschen Organisation. Ihre kulturellen Werte und Standards stellen sie als Ressource zur Verfügung und sie integrieren sich beruflich und sozial.

 

Sie gewinnen durch:

  • die Weiterentwicklung ihrer beruflichen Kompetenzen im internationalen Kontext und im direkten, personalen Austausch mit internationalen Kolleg/innen,

  • die Erweiterung ihres Erfahrungshorizonts und das Kennenlernen unterschiedlicher Arbeits- und Lebenskontexte,

  • den Beitrag, den sie – in Deutschland und nach ihrer Rückkehr im Heimatland - leisten für die Artikulation von Interessen und Verteidigung der Rechte armer oder marginalisierter Gruppen.


Andere Perspektiven kennenlernen

2. Gastgebende NRO in Deutschland:

 

Sie nutzen den kulturellen, sozialen und fachlichen Perspektivwechsel, der mit der zeitweisen Integration einer Fachkraft aus dem Süden einhergeht. Dies birgt für sie die Chance, ihre Arbeit in Deutschland und ihre weltweiten Partnerschaften weiter zu entwickeln.

 

Sie gewinnen durch:

 

 

  • Höhere Authentizität: Integrierte Weltdienstleistende haben eine deutliche Außenwirkung. Sie tragen dazu bei, die Interessenvertretung der Südpartner und das Lobbying für die Armen und Marginalisierten zu verbessern - und damit die Relevanz der Arbeit und die Glaubwürdigkeit der deutschen NRO.

  • Erweiterte Partizipation: Durch die Beteiligung der Weltdienstleistenden aus dem Süden an Arbeits- und Entscheidungsprozessen erfolgt ein Perspektivenwechsel. Beiträge der internationalen Partner werden deutlicher wahrgenommen und einbezogen.

  • Stärkeren Austausch: Die Mitarbeit der Weltdienstleistenden führt zu lebendigerem gemeinsamem Lernen der deutschen NRO und ihren Partnern im Süden und in ihren jeweiligen Netzwerken.

  • Erweiterte Fähigkeiten: Weltdienstleistende bringen neue Sichtweisen, neue Arbeitsansätze, neue Instrumente und neue Fragen ein.


Bunt vernetzt - weltweit

3. Partner-NRO und –Netzwerke im Süden:

 

Sie sind eingebunden in die Akquise und  Auswahl geeigneter Personen und stellen geeignete Fachkräfte zur Mitarbeit als AGEH-Weltdienstleistende frei. Sie profitieren nach deren Rückkehr von den Qualifikationen, Kompetenzen, Erfahrungen und von neuen Ideen und Impulsen der Weltdienstleistenden. Sie stärken die Organisation und tragen zu einer Horizonterweiterung der Mitarbeitenden, der Zielgruppen, der Kooperationspartner und der Gesellschaft bei. 

 

Sie gewinnen durch:

  • Personalentwicklung ihrer Mitarbeitenden: Zurückgekehrte Weltdienstleistende geben neue Impulse an Ihre haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter weiter.

  • Steigerung der Qualität und Relevanz ihrer Arbeit: Über die Weltdienstleistenden und den intensiveren Dialog können sie ihre Interessen und Bedarfe und die ihrer Zielgruppen besser an die Nordpartner vermitteln.

  • Verbesserung des Austausches und der Kommunikation mit den Nordpartnern.

  • Erweiterte Fähigkeiten: Weltdienstleistende bringen neue Sichtweisen, neue Arbeitsansätze, neue Instrumente und neue Impulse mit - und ein erweitertes Beziehungsnetz.

Die AGEH übernimmt vielfältige Servicefunktionen:
  • Sie stellt die administrativen, rechtlichen und inhaltlichen Rahmenbedingungen des Pilotprogramms "AGEH-Weltdienst" und der einzelnen Personalprojekte sicher.

  • Sie klärt die Süd -Nord- Personalprojekte inhaltlich und administrativ, berät ihre Partner  und begleitet die Beantragung der einzelnen Personalprojekte und notwendiger Programmgelder.

  • Sie steuert in Absprache mit der aufnehmenden NRO die Rekrutierung passender Bewerber/innen und fungiert als formaler Dienstgeber der Weltdienstleistenden.

  • Sie organisiert Vorbereitungs- und Personalentwicklungsmaßnahmen für die Weltdienstleistenden.

  • Sie stützt die wirksame Mitarbeit der Weltdienstleistenden bei den aufnehmenden NRO in Deutschland durch fachliche, persönliche und soziale Begleitung.

  • Sie rechnet die Personalprojekte ab, wertet sie gemeinsam mit ihren Partnern aus und berät die Beteiligten zu förderlichen Rahmenbedingungen bei der Reintegration der Weltdienstleistenden.

  • Im Auftrag der AGEH führt ein/e Berater/in auf Zeit den Dialog mit Südpartnern und Netzwerken im Süden, berät u.a. zu Fragen der Auswahl, der Anwerbung, zur Freistellung, Personalentwicklung und Wiedereingliederung der Fachkräfte nach ihrem Dienst in Deutschland, und fördert durch Netzwerkarbeit die Wirkung des Programms. 

Die AGEH sorgt für die Weiterentwicklung des Personalprogramms
  • Sie steuert das konzeptionelle Lernen und die Programmentwicklung - unter Einbezug der  Weltdienstleistenden, der deutschen gastgebenden Organisationen und der Südpartner.

  • In Deutschland und weltweit organisiert die AGEH Fachtagungen, Konferenzen und Workshops mit unterschiedlichen beteiligten Gruppen, um Perspektiven der internationalen Personellen Zusammenarbeit auszuleuchten und neu zu gestalten.

  • Ein Projektbeirat, zusammengesetzt aus sachkundigen Personen aus Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit, Politik, Öffentlichkeitsarbeit, Medien und aus der Wissenschaft, begleitet das gesamte Pilotprogramm, reflektiert Lernerfahrungen und stellt  Ergebnisse der (Fach-) Öffentlichkeit zur Verfügung.

Sie haben Fragen und Anregungen? Sie wollen am AGEH-Weltdienst teilnehmen?

Kontaktieren Sie uns!

 

Ihr Ansprechpartner:

 

Michael Detscher

Tel.: +49 (0)221 8896-220

Fax: +49 (0)221 8896-100 

Mail: michael.detscher(at)ageh.org

 

AGEH e.V.

Ripuarenstrasse 8, D-50679 Köln

www.ageh.de