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Wer ist eigentlich die AGEH?
Die Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe ist der Personaldienst der deutschen Katholiken für Entwicklungszusammenarbeit. Wir sind staatlich anerkannt und vermitteln in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen in aller Welt qualifizierte und engagierte Frauen und Männer. Sie arbeiten als Fachkräfte in Projekten der Entwicklungszusammenarbeit zivilgesellschaftlicher und kirchlicher Organisationen in Afrika, Asien, Lateinamerika und in Ländern Mittel- und Osteuropas. Seit 50 Jahren wählen wir Fachkräfte aus und sorgen für ihre Vorbereitung und Weiterbildung und für ihre vertragliche und soziale Absicherung. Wir vermitteln sie in Entwicklungsorganisationen und Projekte in mehr als 60 Ländern.


Muss man katholisch sein, um als Fachkraft bei der AGEH arbeiten zu können?
Nein, man muss nicht römisch-katholisch sein, um als Fachkraft bei der AGEH mitarbeiten zu können. Als katholische Organisation legen wir und unsere Partner, die oft aus dem kirchlichen Kontext kommen, jedoch Wert darauf, dass die Menschen, die wir vermitteln, einer christlichen Kirche angehören. Uns sind Protestant/innen, orthodoxe Christinnen und Altkatholik/innen ebenso willkommen wie Angehörige der römisch-katholischen Kirche.

Als Christinnen und Christen geht es uns darum, christliche Werte durch unser solidarisches Handeln glaubhaft zu vertreten. Es geht nicht um Missionierung im herkömmlichen Sinne. Vielleicht unterscheidet uns von säkularen Organisationen der Umstand, dass wir auch die religiöse Dimension, wie Gläubigkeit, Zugehörigkeit zu Glaubensgemeinschaften und deren Eigeninteressen, immer im Blick haben – zusätzlich zu sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Aspekten.


Sind die Arbeitsverträge befristet?
Die AGEH vermittelt Fachkräfte nach dem sogenannten "Entwicklungshelfergesetz". Eine Vermittlung ist zeitlich befristet, in der Regel auf drei Jahre. In dieser Zeit verlegen Sie als Fachkraft Ihren Lebensmittelpunkt an Ihren Arbeitsort. Eine erneute Vermittlung danach ist möglich.


Was verdient man als Fachkraft in der Entwicklungszusammenarbeit?
Die AGEH vermittelt Fachkräfte nach dem deutschen "Entwicklungshelfergesetz". Dort ist u.a. festgehalten, dass Sie Anspruch auf monatliche Geldzahlungen haben, die sich nach Ihrer familiären und professionellen Situation richten. Sie haben weiterhin Anspruch auf umfassende Sozialleistungen: Kranken-, Renten- und Unfallversicherung, Leistungen der Bundesagentur für Arbeit analog der deutschen Arbeitslosenversicherung, Schulgebühren für unterhaltsberechtigte Kinder, Kostenübernahme für sinnvolle und notwendige Weiterbildungsmaßnahmen während der Laufzeit des Dienstvertrages und Unterstützung bei der beruflichen und persönlichen Orientierung nach der Entsendung. Diese Leistungen summieren sich in vielen Fällen so, dass sie durchaus einem international üblichen Gehalt entsprechen. Sollten Sie zu unserem Auswahlverfahren eingeladen werden, erhalten Sie während des Auswahlverfahrens eine individuelle Berechnung, in die wir alle Komponenten aufnehmen, die sich zu Ihren Gunsten auswirken. Da die Leistungen der AGEH durch Abkommen mit dem zuständigen Ministerium bestimmt sind, sind sie nicht frei verhandelbar.

Kann ich auch mit Familie Fachkraft in der Entwicklungszusammenarbeit werden?
Ja. Viele Arbeitsorte sind für Familien, auch für Familien mit Kindern geeignet: Es sind Kindergärten und Schulen vorhanden, die medizinische Versorgung ist gewährleistet. Dorthin, wo dies nicht der Fall ist, werden wir auch keine Familien vermitteln. Uns ist es wichtig, nicht nur die Fachkraft, sondern auch Familienangehörige im Blick zu haben. Deshalb werden Familienangehörige in die Auswahl, in die Vorbereitung und in die Berechnung der Leistungen (Geld- und Sachleistungen) einbezogen.


Kann ich mich bei der AGEH zur Fachkraft in der Entwicklungszusammenarbeit ausbilden lassen?
Nein, die AGEH führt keine Ausbildung zur Fachkraft in der Entwicklungszusammenarbeit durch. Die Fachlichkeit besteht aus Ihrer Ausbildung und Berufserfahrung, die jeweils möglichst weitgehend mit dem Profil übereinstimmen sollte, das wir in unseren Stellenanzeigen definieren. Die AGEH baut auf Ihr Potenzial auf und vereinbart mit Ihnen zur Vorbereitung auf Ihre künftige Tätigkeit als Fachkraft im Ausland weitere individuelle Fortbildungsmaßnahmen. Diese durchlaufen Sie im Rahmen einer mehrmonatigen Vorbereitungszeit, während derer Sie bei der AGEH angestellt sind. Ehepartner werden aktiv in Vorbereitungsmaßnahmen einbezogen.


Muss ich fließend Englisch sprechen?
Um mit Menschen und Organisationen zu arbeiten, müssen Sie deren Sprache beherrschen. Das ist in den meisten Fällen eine europäische Verkehrssprache (je nach Land englisch, französisch oder spanisch), oft auch eine lokale oder regionale Sprache. Je mehr Sie davon bereits mitbringen, desto besser. Aber Sprachvorbereitung bildet einen Schwerpunkt der Vorbereitungszeit - Sie können und dürfen also auch noch Sprachen erlernen oder vertiefen.


Welche fachlichen Voraussetzungen muss ich mitbringen, um in der Personellen Entwicklungszusammenarbeit tätig zu sein?

Die Anforderungen an die Fachkraft sind je nach Ausrichtung des jeweiligen Projektes, nach Stellenbeschreibung und nach Einsatzland unterschiedlich. Informieren Sie sich in unserem Stellenmarkt über die verschiedenen Anforderungsprofile.

 

 

Wo befinden sich Projekte des Zivilen Friedensdienstes (ZFD)?
Die AGEH führt Friedensprojekte immer in enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnern durch, in deren Organisationen die Friedensfachkräfte angestellt sind.
Derzeit unterstützt die AGEH mit europäischem Personal Friedensprogramme in: Große Seen-Region (Ostkongo, Burundi, Tansania), Israel/Palästina, Kolumbien, Liberia, Timor-Leste, Südsudan, Togo, Uganda.

Wie lange kann ich in einem ZFD-Projekt mitarbeiten?
Die AGEH vermittelt Friedensfachkräfte nach dem sog. „Entwicklungshelfergesetz“. Eine Vermittlung ist zeitlich befristet, in der Regel auf drei Jahre. In dieser Zeit verlegen Sie als Fachkraft Ihren Lebensmittelpunkt an Ihren Arbeitsort. Eine erneute Vermittlung danach ist möglich.


Was versteht die AGEH eigentlich unter „Friedensarbeit“?
Mitarbeit im Zivilen Friedensdienst und in der Friedensentwicklung

In der Folge der Auflösung des Ost-West-Konfliktes tritt zunehmend an die Stelle von Krieg zwischen Staaten eine entstaatlichte, "privatisierte" Gewalt. Bürgerkriegsähnliche Konflikte schwelen, oft unbeachtet von der Weltöffentlichkeit an den unterschiedlichsten Orten: Indonesien, Ostkongo, Sri Lanka, Kolumbien sind nur einige wenige Beispiele, bei denen ökonomisch, ethnisch, religiös oder politisch motivierte Gruppen ihre Interessen mit Gewalt durchzusetzen suchen. Als Mitstreiter werden diejenigen mobilisiert, die ohnehin bereits in Armut leben. Vor diesem Hintergrund schuf die deutsche Bundesregierung zusammen mit acht Organisationen der Friedens- und Entwicklungsarbeit, unter ihnen die AGEH als einem seiner Rechtsträger, 1999 das Programm Ziviler Friedensdienst [ZFD]. Ziel des ZFD-Programms ist die gewaltfreie und konstruktive Bearbeitung von Konflikten und damit auch die Verhinderung ihrer gewaltsamen Austragung.
Fachkräfte im ZFD engagieren sich mit dem Ziel, den Ausbruch von Konflikten zu verhindern (Konfliktprävention), zu einer friedlichen Konfliktbeilegung (Gewaltminderung) und durch friedensfördernde Maßnahmen nach Konflikten zu einer Friedenssicherung beizutragen (Konfliktnachsorge).
Dabei sind sie sich einer Tatsache bewusst: Frieden ist nicht von außen zu bringen. Die Schaffung von Frieden ist ein Prozess, der von den Menschen vor Ort gestaltet werden muss. Fachkräfte im 'Zivilen Friedensdienst' unterstützen die Arbeit lokaler Initiativen, die sich für Ausgleich und Versöhnung einsetzen. Deshalb ist der ZFD als Programm langfristig angelegt, die Dauer des Aufenthaltes einer ZFD-Fachkraft beträgt i.d.R. drei Jahre.
Friedensfachkräfte sollten über berufliche Fähigkeiten und Know-How verfügen, die in der Friedensarbeit vor Ort fehlen. Zentrale Bereiche sind Kompetenzen in den Bereichen Erwachsenenbildung, Organisations- und Individualberatung, Kenntnisse beim Aufbau von Netzwerken, Erfahrungen in der Öffentlichkeitsarbeit, Managementkompetenzen sowie Fähigkeiten im Bereich Planung, Monitoring und Evaluierung (PME).


Was tun Fachkräfte im ZFD?
Typische Arbeitsfelder von Friedensfachkräften sind:

  • Aufbau von Kooperations- und Dialogstrukturen über Konfliktlinien hinweg (einschließlich Stärkung traditioneller Schlichtungsinstanzen)
  • Schaffung von Anlaufstellen und gesicherten Räumen für Unterstützung und Begegnung von Konfliktparteien
  • Stärkung von Informations- und Kommunikationsstrukturen zum Thema "Ursachen und Auswirkungen gewaltsamer Konflikte" (u. a. Friedensjournalismus, Vernetzung, Monitoring von Konfliktverläufen)
  • Reintegration und Rehabilitation der von Gewalt besonders betroffenen Gruppen (einschließlich Maßnahmen der psychosozialen Unterstützung/ Traumabearbeitung)
  • Beratung und Trainingsmaßnahmen zu Instrumenten und Konzepten ziviler Konfliktbearbeitung,sowie beim Aufbau von Strukturen
  • Friedenspädagogik (einschließlich Bildungsmaßnahmen zum Abbau von Feindbildern)
  • Stärkung der lokalen Rechtssicherheit (Beobachtung der Menschenrechtssituation
  • Schutz vor Menschenrechtsverletzungen, Aufbau und Stärkung lokaler Institutionen)



Was verdient man als Fachkraft im ZFD?
Die AGEH vermittelt Fachkräfte nach dem deutschen "Entwicklungshelfergesetz". Dort ist u.a. festgehalten, dass Sie Anspruch auf monatliche Geldzahlungen haben, die sich nach Ihrer familiären und professionellen Situation richten. Sie haben weiterhin Anspruch auf umfassende Sozialleistungen: Kranken-, Renten- und Unfallversicherung, Leistungen der Bundesagentur für Arbeit analog der deutschen Arbeitslosenversicherung, Schulgebühren für unterhaltsberechtigte Kinder, Kostenübernahme für sinnvolle und notwendige Weiterbildungsmaßnahmen während der Laufzeit des Dienstvertrages und Unterstützung bei der beruflichen und persönlichen Orientierung nach der Entsendung. Diese Leistungen summieren sich in vielen Fällen so, dass sie durchaus einem international üblichen Gehalt entsprechen. Sollten Sie zu unserem Auswahlverfahren eingeladen werden, erhalten Sie während des Auswahlverfahrens eine individuelle Berechnung, in die wir alle Komponenten aufnehmen, die sich zu Ihren Gunsten auswirken. Da die Leistungen der AGEH durch Abkommen mit dem zuständigen Ministerium bestimmt sind, sind sie nicht frei verhandelbar.

Kann ich mich bei der AGEH zur ZFD-Fachkraft ausbilden lassen?
Nein, die AGEH führt keine Ausbildung zur ZFD-Fachkraft durch. Friedensfachlichkeit besteht aus Berufserfahrung in einem relevanten Bereich (basierend auf einem Hochschulabschluss) und aus friedensfachlicher Fort- und Weiterbildung (Kurse, Vertiefungs- und Aufbaustudien).
Die AGEH baut hierauf auf und vereinbart mit Ihnen zur Vorbereitung auf Ihre künftige Tätigkeit als ZFD-Fachkraft im Ausland weitere individuelle Fortbildungsmaßnahmen. Diese durchlaufen Sie im Rahmen einer mehrmonatigen Vorbereitungszeit, während derer Sie bei der AGEH angestellt sind. Ehepartner werden aktiv in Vorbereitungsmaßnahmen einbezogen.