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Neuer ZFD-Koordinator in Timor Leste

Jugendliche auf der Straße erreichen

Anfang April ist Florian Schöpperle nach TimorLeste  ausgereist. Er wird  dort das Landesprogramm der AGEH im Zivilen Friedensdienst (ZFD) koordinieren. Bei einem Kurzbesuch im Januar traf er den damaligen ZFD-Koordinator in TimorLeste und besuchte Partnerorganisationen.

Florian Schöpperle

Was werden Ihre ersten Arbeitsschritte als ZFD-Koordinator in Timor Leste sein?

 

 

Florian Schöpperle: Eine meiner ersten Aufgaben ist es, Stellenprofile für neue ZFD-Fachkräfte in Timor-Leste mit den Partnerorganisationen zu entwickeln. Vieles hatte schon mein Vorgänger in der Koordination in die Wege geleitet. Anderes, wie z. B. die Inhalte der neuen Kooperationen und Stellen, konnten wir bei der Übergabe im Januar gemeinsam besprechen. Auf dieser Grundlage werde ich weiterarbeiten. Geplant sind zudem Besuche bei  unseren Partnerorganisationen. Da unser neues Landesprogramm zukünftig über die Hauptstadt Dili hinaus in allen drei timoresischen Diözesen aktiv werden soll, wird es  vor allem darum gehen unsere neuen  Partner zu Beginn angemessen zu begleiten. Unser personelles Angebot kommt meiner Meinung nach gut an:  Die meisten Partnerorganisationen, bei denen Fachkraftverträge beendet wurden, wollen auch weiterhin mit neuen Fachkräften zusammenarbeiten.


ZFD-Fachkräftetreffen mit Florian Schöpperle

Welche Themen bestimmen den Zivilen Friedensdienst der AGEH in Timor Leste?

 

 

Florian Schöpperle: Bisher war der ZFD in Timor-Leste auf Friedenspädagogik und Friedensjournalismus hin ausgerichtet. Diese beiden Themen werden in Zukunft um das Thema der Bürgerkunde/Civic Education erweitert. Mit diesem Ansatz erhoffen wir uns auch jenseits von Schulen und öffentlichen Bildungseinrichtungen Jugendliche und junge Erwachsene  erreichen zu können. Ganz praxisnah ist geplant, dass Sozialarbeiter auf junge Menschen, zugehen, die sich hauptsächlich auf der Straße aufhalten um mit ihnen ins Gespräch zu kommen . Es geht darum zusammen mit den Jugendlichen Zukunftsperspektiven zu entwickeln und auftretende Probleme zukünftig möglichst gewaltfrei zu lösen.

 

 

 

Was hat Sie motiviert nach Timor Leste zu gehen?

 

 

Florian Schöpperle: In den letzten drei Jahren war ich als ZFD-Fachkraft für die AGEH in Kotido/Uganda tätig. Grundsätzlich interessiert es mich, im Rahmen des Zivilen Friedensdienstes in anderen Ländern zu arbeiten. Nachdem ich als gelernter Ethologe zuletzt sehr viel in ostafrikanischen Ländern aktiv war, ist es nun natürlich besonders reizvoll, mich in einem völlig anderen kulturellen Kontext neu zu engagieren.

 

 

 

 

Fotos: AGEH/Florian Schöpperle, Interview: Ursula Radermacher