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Als ZFD-Fachkraft in Sri Lanka

Eigene Erfahrungen mit Versöhnungsarbeit

Bozana Ivelic Katava wird  Ende November nach Sri Lanka ausreisen. Ihre Stelle als ZFD-Fachkraft für Friedens- und Versöhnungsarbeit sowie Projektmanagement ist bei Caritas Sri Lanka/ SEDEC in Colombo angesiedelt. Die Sozialwissenschaftlerin wird bei Caritas Kollegen und Kolleginnen trainieren, die im Bereich Versöhnungsarbeit aktiv sind und im Dialog mit ihnen weitere Maßnahmen erarbeiten.

 

Kurz vor der Ausreise in der AGEH: die Sozialwissenschaftlerin Bozana Ivelic Katava

Das asiatische Land litt 26 Jahre unter einem Bürgerkrieg, der seit 2009 beendet ist. Konflikte gibt es jedoch immer wieder zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Aktuell sorgt die Ernennung eines neuen Premierministers für erhöhte innenpolitische Spannungen. In dieser Situation sind vertrauensbildende Aktivitäten, die unterschiedliche Bevölkerungsgruppen einbinden, wichtig.

 

 

Das Leben in einer Nachkriegsgesellschaft prägte Bozana Ivelic Katava. Sie wurde 1980 in Bosnien-Herzegowina geboren und studierte in Sarajewo katholische Theologie. Später machte sie ihren Master in Religionswissenschaften. Zwischen den beiden Studiengängen arbeitete sie für verschiedene NGO’s, die sich für Friedensmaßnahmen engagierten. Sie förderten vor allem Gespräche zwischen jungen Menschen und religiösen Führern, die aus katholischen, jüdischen, orthodoxen und muslimischen Glaubensgemeinschaften stammten.

 

 

Diese Friedensinitiativen wurden auch von deutschen Organisationen, u. a. von Justitia et Pax und RENOVABIS, unterstützt.  Darüber  kam Bozana Ivelic Katava in Kontakt mit der AGEH und nahm an einem internationalen Workshop über „Umgang mit gewaltbelasteter Vergangenheit“ teil, den AGEH und Justitia et Pax im März 2017 in Bogota/Kolumbien gemeinsam mit kolumbianischen Partnern veranstaltet haben. Bozana Ivelic Katava erlebte in Bosnien-Herzegowina, wie stark die Gesellschaft davon profitierte, dass unterschiedliche Ethnien wieder miteinander sprachen und Vertrauen fassten. „Mich hat sehr berührt, wie viel Empathie für das Leid der anderen da war, obwohl in jeder Gruppe Täter und Opfer waren“, sagt Bozana Ivelic Katava.  Diese positiven Erfahrungen werden sie bei ihrer Arbeit in Sri Lanka unterstützen.

 

 

Text/Foto: Ursula Radermacher