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Forum zum Thema “Schutz des Wassers und seiner Ökosysteme im Department Arauca”

Wie das Trinkwasser für zukünftige Generationen sichern?


Juana Zambrano (rechts) und Patricia Göthe (links) moderierten das Forum.

AGEH-Fachkraft Patricia Göthe berichtet vom Forum zum Schutz des Wassers im Department Arauca/Kolumbien. Sie ist integrierte Fachkraft des Zivilen Friedensdienstes der AGEH in der Pastoral Social Cáritas Arauca/Kolumbien. Zusammen mit Juana Zambrano, einer lokalen Kooperationspartnerin, moderierte sie das Forum.


Der Aktivist William Salazar berichtet über gravierende Umweltschäden in seiner Gemeinde Lipa.

“Was für eine Welt wollen wir den Kindern und den nachfolgenden Generationen hinterlassen?“, fragt Papst Franziskus in seiner Enzyklika Laudato Si‘. Diese Zukunftsfrage beschäftigte auch das Forum “Schutz des Wassers und seiner Ökosysteme”, bei dem sich am 22. Mai 2018 über 150 Personen aus verschiedenen Bereichen und Verwaltungseinheiten des Departments Arauca trafen.


Deisson Mariño (links), Ombudsmann des Departments Arauca war ebenfalls beim Forum dabei.

Eingeladen hatten die Diözese Arauca, das Netzwerk für Demokratie und Frieden, der Lutherische Weltbund und die Mission to Support the Peace Process in Colombia (MAPP-OEA). Es ging darum,  jeden Einzelnen für Umweltfragen zu sensibilisieren und zum Handeln zu bewegen, aber auch  nächste Schritte und konkrete gemeinsame Aktionen zu vereinbaren.


Arbeitsgruppen stellen verschiedene kreative Lösungsansätze vor.

Mit einer Sozialdiagnose zur Umweltbelastung  im Department Arauca startete das Forum, das am Internationalen Tag der Biodiversität stattfand. Vertreter/-innen der Gemeinden Lipa und Sinaí berichteten, wie massiv sich Umweltschäden schon heute auf ihren Lebensraum und ihre Lebensqualität auswirken. Verursacher dieser Schäden sind multinationale Unternehmen, die Erdöl fördern.


Vorstellung von Ideen zu der Frage: Wie kann das Recht auf Wasser als fundamentales Menschenrecht verteidigt werden?

Wie wichtig für den Schutz der Umwelt die Rolle und Verantwortung der Kirche ist, referierte der Ingenieur und Diakon Alirio Cáceres. Luz Enriqü Orduz, Anwalt von der Organisation PODION berichtete, wie mit Volksbefragungen oder anderen sozialen und juristischen Aktionen gegen den Rohstoffabbau/Raubbau mobilisiert werden kann. Der Priester John Fredy Henao stellte das neu gegründete und von ihm koordinierte Umweltkomitee der Diözese Arauca vor.


Wie kann und sollte sich die Kirche aktiv für den Umweltschutz in Arauca engagieren? Auch darüber diskutierten die Teilnehmer/-innen.

Die Teilnehmer/-innen vertieften die verschiedenen Themen in Arbeitsgruppen, dabei begleitete sie jeweils ein/e Expert/-in. Der Austausch drehte sich um Volksbefragungen, juristische Aktionen, Bürgerbeteiligung und öffentliche Kontrolle, Kunst als Medium für soziale und gewaltfreie Mobilisierung und das Recht auf Wasser als fundamentales Menschenrecht. Am Ende präsentierten die Gruppen ihre Ergebnisse und erarbeiteten einen Handlungskatalog.


Fotos: Bianca Bauer,  Text: Patricia Göthe/Ursula Radermacher