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„Ein Aushängeschild für unser Land“

Rückkehrerdanktag: Bundeskanzlerin Merkel lobt Arbeit der Fachkräfte

Beim Danktag 2019 für die zurückgekehrten Fachkräfte der Organisationen, die nach dem Entwicklunghelfergesetz entsenden, fand Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem Grußwort anerkennende Worte. Wir zeigen Eindrücke von der Veranstaltung und lassen zurückgekehrte Fachkräfte der AGEH zu Wort kommen.


Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Grußwort an die Fachkräfte. (Foto: Theresa Huth)

„Sie sind Botschafter für unser Land. Sie haben vielen Menschen Hoffnung gemacht. Sie zeigen mit ihrer Arbeit, wofür Deutschland steht. Für welche Werte, für die Achtung der Menschenwürde, für einen respektvollen Umgang miteinander, für Verlässlichkeit. Dafür danke ich Ihnen von ganzem Herzen“. Mit diesen Worten sprach Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Rückkehrerdanktag am 12.7. in Berlin den rund 300 Fachkräften ihren Dank und ihre Wertschätzung aus.


(Foto: Theresa Huth)

Die Veranstaltung, die für zurückgekehrte Fachkräfte aus dem Entwicklungsdienst und Zivilen Friedensdienst in regelmäßigen Abständen stattfindet, stand dieses Mal unter dem Motto „Die Welt im Gepäck“ und legte ihren Fokus auch auf das 50-jährige Jubiläum des Entwicklungshelfergesetzes, das am 18. Juni 1969 vom Bundestag verabschiedet worden war und welches die Entsendung von Fachkräften im Entwicklungsdienst regelt.


(Foto: Theresa Huth)

„Wir tragen gemeinsam Verantwortung für die Welt. Ihre Arbeit ist Beweis dafür, wie gutes Zusammenleben gestalten werden kann“, so Merkel bei Ihrer Rede. "Zusammenarbeit kann nicht verordnet werden, sondern muss von innen heraus getragen werden. Es geht nicht darum, alles besser zu wissen, sondern gemeinsam neue Ideen zu erarbeiten für Entwicklung", so die Kanzlerin weiter. Nach dem Grußwort trat Bundeskanzlerin Merkel ins Gespräch mit zurückgekehrten Fachkräften. Dr. Friederike Repnik Beraterin auf Zeit für den Zivilen Friedensdienst (ZFD) der AGEH moderierte die Podiumsdiskussion.


Angela Merkel beim Gruppenfoto mit AGEH-Geschäftsführerin Dr. Claudia Lücking-Michel. (Foto: Theresa Huth)

Im Anschluss ließ Merkel sich mit den 300 zurückgekehrten Fachkräften und Vertretern der Dienste ablichten, darunter Dr. Claudia Lücking-Michel, Geschäftsführerin der AGEH.


David Bühlmeier, ehemalige Fachkraft der AGEH. (Foto: Theresa Huth)

David Bühlmeier, ehemalige Fachkraft der AGEH, war bis Ende Mai 2018 in Liberia im Einsatz und arbeitete dort als integrierter Trainer und Berater in einer Justitia et Pax-Kommission.

„Der Rückkehrerdanktag bedeutet für mich, ganz viele Leute zu treffen, die eine ähnliche Lebenserfahrung gemacht haben wie ich, die zulassen, dass diese Zeit im Ausland einen verändert. Und das, was die Bundeskanzlerin ausgedrückt hat: Dank dafür, dass Fachkräfte wie ich sich an bestimmte Orte begeben und dort leben und arbeiten und gemeinsam mit den Menschen vor Ort lernen. Das das anerkannt wird, das fand ich schön.“


Rückkehrerin Annelen Micus. (Foto: Theresa Huth)

AGEH-Fachkraft Annelen Micus ist im September 2017 zurückgekehrt aus Bogotá/Kolumbien. Dort war sie als Fachkraft im Zivilen Friedensdienst tätig für das Anwaltskollektiv José Alvear Restrepo als internationale Beraterin im Bereich Wirtschaft und Menschenrechte.

„Für mich ist der Danktag ein sehr schöner Moment und eine Gelegenheit, zu reflektieren. Ich bin ja schon etwas länger zurück und ich hatte bisher nicht viel Zeit, um über meine Erfahrungen als Fachkraft im Zivilen Friedensdienst nachzudenken. Mit ein wenig Abstand diese Zeit Revue passieren zu lassen und nachzuspüren, was man auch mit den anderen Fachkräften gemeinsam hat, wie es heute im Gottesdienst und während der Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel und in der Podiumsdiskussion zur Sprache kam, das war sehr schön. Insbesondere, um über die Partnerschaft auf Augenhöhe und die Solidarität nachzudenken, die ich vor Ort mit meinen Kolleginnen und Kollegen im Anwaltsbüro aber auch mit den indigenen Gemeinden hatte, mit denen wir gearbeitet haben. Aber auch der Aufruf, jetzt weiterhin aktiv zu sein und sich mit diesen Eindrücken für eine gerechtere Welt einzusetzen ist für mich im Alltag und im Beruf sehr wichtig."


Rückkehrerin Inge Lempp (Foto: Theresa Huth)

Inge Lempp, im Juli 2018 zurückgekehrt aus Timor-Leste, war als Beraterin für Partnerdialog und Organisationsstärkung für Misereor tätig. Sie war seit 2004 in der Entwicklungszusammenarbeit für die AGEH tätig.

„Ich bin richtig angetan vom Danktag und freue mich, dass die Bundeskanzlerin hier war, ich empfinde das als Anerkennung und Wertschätzung durch die Bundesregierung. Ich genieße diesen Tag sehr und nutze ihn, mich zu vernetzen und Erfahrungen auszutauschen. Und ich finde es wichtig, dass durch diesen Tag das, was die Fachkräfte aus dem Entwicklungsdienst und dem Zivilen Friedensdienst seit 50 Jahren tun, öffentliche Aufmerksamkeit erfährt."


Rückkehrerin Claudia Luzar (Foto: Theresa Huth)

Claudia Luzar, am 3. Juli 2019 zurückgekehrt aus Kolumbien, war dort als Fachkraft im Zivilen Friedensdienst der AGEH für die Cooperación Vinculus tätig, eine Organisation, die psychosoziale Arbeit leistet für Opfer der bewaffneten Konfliktes.

„Ich habe mich sehr geehrt gefühlt, dass Frau Merkel diese Worte gefunden hat an die zurückgekehrten Entwicklungshelferinnen und -helfer und an die Friedensfachkräfte. Für mich ist der Danktag eine Möglichkeit, mich mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen, mit denen ich zusammen in der Vorbereitung für den Einsatz als Fachkraft war, die in ganz unterschiedliche Länder ausgereist sind. Aber auch mit Fachkräften aus Kolubmien, die schon früher zurückgekommen sind. Es ist wie ein Klassentreffen für mich. Das freut mich."