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Sierra Leone - Mädchen stärken

Aktiv gegen Genitalverstümmelung


12 bis 17 Jahre alte Mädchen waren bei den Veranstaltungen dabei. WAVES arbeitet über längere Zeiträume mit ihnen.

Anlässlich des internationalen Tages gegen weibliche Genitalverstümmelung organisierte  die NGO WAVES (Women against violence and exploitation) eine Konferenz für Mädchen zusammen mit den Mädchen. Eingeladen wurden verschiedene Stakeholder, wie Vertreter/-innen der Regierung, Eltern oder Lehrer/-innen. Die Mädchen waren die Protagonistinnen, die Reden hielten und Theaterstücke  auf führten.


Ende März folgte ein Advocacy und Medienworkshop für Mädchen gegen weibliche Genitalverstümmelung in Bo/Sierra Leone. Rund 50 Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren wurden von einer Journalistin und einem Journalisten und der Gründerin von WAVES, Hannah Yambasu, begleitet.


Die Statements auf den T-Shirts entwickelten die Mädchen in den Workshops.

Am Beginn standen Grundsatzfragen, die sich jedes einzelne Mädchen stellte. So ging es darum, warum man gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM) ist, was dabei die Gefahren für Mädchen sind und wie Beschneidung, Kinderheirat und frühe Schwangerschaften miteinander verknüpft sind.

 

Die Mädchen lernten danach die Grundlagen der Advocacy- und Medienarbeit kennen:

•    Was ist Advocacy?
•    Wie vertrete ich meine Position überzeugend gegenüber verschiedenen Akteuren?
•    Welche (sozialen) Medien gibt es, welche Chancen und Risiken bringen sie mit sich
•    Umgang mit Medienschaffenden
•    Antworten auf kritische Fragen


Trainerin Laura Lahai, zwei Journalistinnen und Gründerin Hannah Yambasu untersützten die Mädchen im Workshop

Verschiedene Methoden wurden gemeinsam geübt, z. B. Pro- und Kontra-Positionen in Debatten zu vertreten, in Gruppenarbeit Themen zu erarbeiten und zu präsentieren, kritische Fragen zu beantworten sowie für die eigene Position zu argumentieren.


Eines der teilnehmenden Mädchen sagte: “Wenn dich deine Eltern zu FGM zwingen wollen, sag Nein! Sag: Nein, ich bin nicht bereit! Ich und meine Kolleginnen wir reichen uns die Hände, gemeinsam setzen wir uns für einen FGM Stopp ein. Wir gehen in die Dörfer, um mit den Eltern und Autoritätspersonen über die negativen Aspekte von FGM zu sprechen und wir sagen ihnen: Stoppt FGM!“


Alles was den Mädchen wichtig war, wie Bildung oder Respekt vor der Kindheit von Mädchen, wurde auf Shirts festgehalten.

WAVES arbeitet mit diesen 50 Mädchen schon länger zusammen. Die T-Shirts mit den Statements gegen FGM und für Bildung sowie Empowerment von Mädchen entstanden während dieser Zeit. Nach dem Workshop konnten die Mädchen ihre Position überzeugender vertreten und leichter mit Argumenten und Fakten untermauern.


Mehr zu WAVES: https://www.facebook.com/WavesWomenRightsSL/

 

Fotos: Sibylle Dirren/ ZFD-Fachkraft in Sierra Leone, Text: Ursula Radermacher