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Besuch in kolumbianischer Entwaffnungszone

Dialog suchen
Adveniat-Direktor Pater Michael Josef Heinz, Angehörige der Bischöflichen Versöhnungskommission, Markus Ciesielski (v.l.)

Mitte Juli haben die ZFD-Fachkräfte Stephan Miethke und Markus Ciesielski ein Übergangscamp von FARC-Guerilleros in Kolumbien besucht und sich über den aktuellen Friedensprozess mit den dort lebenden Guerilleros ausgetauscht, die sich gerade entwaffnen, um zurück ins zivile Leben zu finden.

 

Der Besuch selbst fand in einem größerem Rahmen statt. Die Bischöfliche Aktion Adveniat e. V. hatte Journalisten aus Deutschland nach Kolumbien eingeladen.


Stephan Miethke, Julian (Gesprächspartner FARC), Bischof José Figueroa Gomez, Markus Ciesielski (v.l.)

Sie sollten besonders die politische Situation in der Region kennenlernen, da diese stark vom bewaffneten Konflikt zwischen Regierung, Guerillas und Paramilitärs betroffen war.

 

Die Arbeit der beiden Fachkräfte vor Ort soll auf unterschiedliche Weise zum Friedensprozess beitragen und vor allem Versöhnung begleiten. Der Historiker Stephan Miethke berät die auf nationaler Ebene arbeitende Bischöfliche Versöhnungskommission in politischen Fragen und hat dazu die Reise der Journalisten begleitet. Der Soziologe Markus Ciesielski unterstützt das kolumbianische Bistum Granada dabei, eine Jugendarbeit zu entwickeln, die zu friedlicher Konfliktbearbeitung und Stärkung demokratischer Teilhabe beitragen soll.


Guerrilla-Angehörige mit Kind

Bei dem Besuch überraschte besonders der große Anteil junger Personen innerhalb der FARC. Gemeinsam mit Markus Ciesielski möchte das Bistum Granada diese Menschen bei ihrer Suche nach einem friedlichen Weg in die Zivilgesellschaft begleiten. Das Bistum ist überzeugt, dass Kolumbien zukünftig nur dann Versöhnung und Frieden finden kann, wenn dieser Prozess für die jungen ehemaligen Kämpferinnen und Kämpfer gelingt. Ein wichtiges Ergebnis dieses Treffens war es daher, dass erste Anknüpfungspunkte für eine weitere Zusammenarbeit gefunden wurden.

 

Text: Markus Ciesielski / Fotos: Bistum Granada, Markus Ciesielski