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Bundespräsident würdigt Entwicklungshelfer/-innen

Die Welt verändern
Prälat Dr. Karl Jüsten, Daniela Schadt, Dr. Anthea Bethge, Bundespräsident Joachim Gauck, Michael Steeb, Prälat Dr. Martin Dutzmann (v.l.)

Bundespräsident Joachim Gauck würdigte bei der Veranstaltung "Die Welt im Gepäck" am 3. März in Berlin das Engagement deutscher Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer, darunter auch zahlreiche zurückgekehrte Fachkräfte der AGEH.

 

"Sie sind großartig" sagte er den Rückkehrer/-innen und forderte sie auf, über ihre Erfahrungen zu sprechen. Denn diese könnten für die Gesellschaft zu einem großen Schatz werden.


Gefragter Bundespräsident

Ihre Kompetenzen seien gefragt, wenn es darum gehe, Flüchtlingen einen Weg in die Gesellschaft zu ebnen oder in den Städten und Gemeinden den Umwelt- und Klimaschutz aufzubauen, sagte der scheidende Bundespräsident. Man brauche die Fachleute in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit ebenso wie in weltweit agierenden Wirtschaftsunternehmen. 

 

Gauck sagte, die Entwicklungshelfer seien als starke Männer und Frauen zurückgekommen und damit  Vorbild und Inspiration. "Wir spüren  manchmal erst spät, dass der zivile Ansatz, Menschen mit Güte zu begegnen, […] etwas ist, das die Welt verändern kann. Und indem Sie das erfahren, können Sie anderen Menschen Stärke und Kraft geben."


Dr. Anthea Bethge (Vorsitzende AGdD) und Michael Steeb (AGEH-Geschäftsführer)

AGEH-Geschäftsführer Michael Steeb betonte: "Bis heute ist der professionelle und engagierte Dienst wirkungsvoll." Der frühere UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon habe die hohe Bedeutung des "volunteering", ob national oder international, für das Gelingen der Agenda 2030 vor der UN-Vollversammlung betont. "So wollen wir Zukunft gestalten, global und hier bei uns."

 

Eirene-Geschäftsführerin Anthea Bethge ergänzte: "Das Ringen um Entwicklung und Frieden braucht Menschen, die sich über ihre üblichen beruflichen und staatsbürgerlichen Verpflichtungen hinaus als ganze Person in Dienst nehmen lassen. […] Dieses Gemeinwohlorientierte Engagement brauchen wir überall, in der internationalen personellen Zusammenarbeit und auch hier in Deutschland."


Fachkräfte im Gespräch

An dem Empfang nahmen rund 200 Entwicklungshelfer/-innen von insgesamt sieben Entwicklungsdiensten und dem Zivilen Friedensdienst teil. Allein über die AGEH sind seit 1959 rund 5.000 Fachkräfte im Entwicklungsdienst gewesen. Die Veranstaltung in Berlin wurde von der Arbeitsgemeinschaft der Entwicklungsdienste (AGdD) und der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) organisiert.

 

Die schönsten Momente der Veranstaltung haben wir nochmal im Video zusammengefasst: "Entwicklungshelfer sind großartig!"

 

Text: Katharina Engels / Fotos: Andreas Schoelzel