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Workshop in Kolumbien gestartet

"Hoffnung stärken und Gewalt schwächen"
Eröffnungsgottesdienst

Den Dialog suchen: Bei dem internationalen Workshop "Erinnerung, Wahrheit, Gerechtigkeit – zum Umgang mit gewaltbelasteter Vergangenheit", der zurzeit in Kolumbien stattfindet, steht der offene Austausch zwischen Vertretern von Opfern, Tätern und Friedensakteuren im Vordergrund. Dabei wird nach Wegen gesucht, wie mit der Gewalt, die ein Land jahrelang erfahren hat, umgegangen werden kann und welche Beiträge die Kirche zur Versöhnung beitragen kann.

 

Zur Veranstaltungseröffnung wurde ein Grußwort von Bischof Dr. Stephan Ackermann verlesen. Der Präsident der deutschen Kommission "Justitia et Pax" betont darin, dass man sich der Gewalt mit all ihren Konsequenzen stellen müsse und es die Pflicht sei, sich an der Seite der Opfer zu positionieren.


Teilnehmer des Workshops

Die Erfahrungen der Vergangenheit haben gezeigt, dass der Dialog und das gemeinsame Lernen von ungeheurer Bedeutung seien. Das gelte auch für die Kirche, die sich im Lernprozess befinde, um ihren Dienst besser auszuführen.

 
Besonderen Dank richtet Bischof Ackermann an die lokale Kirche und den Erzbischof Luis Castro, für die Bereitschaft, die schmerzvolle Vergangenheit aber auch die Gegenwart des Landes mit den Anwesenden zu teilen. Denn aus eigener Erfahrung wisse man, wie schwer aber gleichzeitig auch notwendig es sei, die schrecklichen Erfahrungen und ihre Konsequenzen miteinander zu teilen. Wo das möglich ist, sei der erste Schritt gemacht, sodass die Hoffnung gestärkt und die Macht der Gewalt geschwächt werde.

 

"Das Zeugnis der Kirche in Kolumbien ist eine Ermutigung für uns alle." Mit diesem Zitat schließt das Grußwort von Bischof Ackermann.

 

Fotos: Damian Raiser