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Qualitätsprüfungen bringen positive Effekte

Die ersten 50 Qualitätsprüfungen von Trägerorganisationen für internationale Freiwilligendienste sind von der „Gütegemeinschaft Internationaler Freiwilligendienst e.V.“ bis Ende November durchgeführt worden. Der Geschäftsführer der Gütegemeinschaft, Markus Linsler, hat diese Phase als sehr spannend erlebt. Das Spektrum der geprüften Organisationen war sehr unterschiedlich und reichte von kleinen, ehrenamtlich agierenden NGO’s oder Eine-Welt-Initiativen bis hin zu den großen katholischen Hilfswerken, wie Misereor, die Sternsinger oder das Kolpingwerk Deutschland.

 

Markus Linslers Resumee ist überwiegend positiv. Viele Organisationen haben gespürt, dass die Vorbereitung auf die Qualitätsprüfung zwar sehr aufwändig war, ihnen aber in ihrer Arbeit durchaus hilft, z.B. wenn neue Mitarbeiter eingearbeitet werden müssen und auf diese Weise das Arbeitsfeld der Freiwilligendienste sehr schnell kennenlernen können. Durch die Prüfung haben Organisationen Dinge endlich angepackt, die sie schon seit längerer Zeit geplant, aber immer wieder zurückgestellt hatten. Viele fühlten sich positiv bestärkt darin, dass sie eine gute Arbeit machen. Zum Teil wurde gerade durch die Prüfung diese Arbeit wahrgenommen und wertgeschätzt.

 

Nachbesserungsbedarf sieht Markus Linsler vor allem im Bereich Krisen- und Notfallmanagement. Zum Teil könnten auch die ausländischen Partnerorganisationen noch stärker in das Prozedere der Freiwilligenvermittlung einbezogen werden.

 

Im Bereich Begleitung und Seminare bescheinigt der Geschäftsführer den Organisationen durchweg positive Noten. Darauf dürfe man sich jedoch nicht ausruhen, empfiehlt er, denn die Jugendlichen entwickelten sich ständig weiter. Die persönliche Begleitung der Jugendlichen sei bei allen Organisationen in guter Weise gewährleistet.

 

Für die Zukunft hofft er, dass die Organisationen beim Thema Qualität am Ball bleiben. Die Prüfungen sind ein erster Impuls, an den Themen müsse kontinuierlich weitergearbeitet werden. Dafür sollten die Organisationen entsprechende Angebote von den Qualitätsverbunden erhalten. Qualitätsarbeit sollte aus seiner Sicht Routine werden und ganz organisch in die tägliche Arbeit einfließen.

 

Katharina Engels

 

Foto: AGEH