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Den Opfern Stimme, den Tätern Name und Gesicht geben

AGEH unterstützt Aktion Aufschrei -Stoppt den Waffenhandel

Die Kampagne "Aktion Aufschrei" richtet sich mit Unterschriftenlisten und Aktionen gegen deutsche Waffenexporte.

Die Kampagne „Aktion Aufschrei – stoppt den Waffenhandel“ richtet sich gegen die Verbreitung deutscher Waffen im Ausland. Sie wird von zahlreichen Friedensinitiativen, kirchlichen Werken und christlichen Gruppen getragen. Ziel der Kampagne ist es, Waffenexporte durch gesetzliche Regelungen grundsätzlich zu verbieten. Dazu setzt sie auf Unterschriftenlisten und unterschiedliche Aktionen. Außerdem engagiert sich die Kampagne dafür, dass alle geplanten und tatsächlich durchgeführten Rüstungsexporte bekannt gemacht werden, um eine öffentliche Diskussion und eine parlamentarische Kontrolle zu ermöglichen. Darüberhinaus zeigt sie Alternativen zur Rüstungsproduktion auf.

 

Waffenhandel generell und insbesondere Kriegswaffen und Rüstungsgüter sind  Mittel z
ur Ausübung von Gewalt. Die AGEH setzt sich als Trägerin des Zivilen Friedensdienstes seit 1999 aktiv für Friedensarbeit und die Förderung gewaltfreier Konfliktbearbeitung in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa ein. In vielen Partnerländern dienen Waffen, auch  aus deutscher Produktion, zur gewaltsamen Durchsetzung von Unrecht und Unterdrückung. Die Bundesrepublik Deutschland gehört zu den wichtigsten Lieferstaaten weltweit. Diese Waffen, insbesondere Kleinwaffen, gelangen legal, oft aber auch auf illegalen Wegen ins Ausland und in die Hände von Gewaltakteuren. Vor allem die Zivilbevölkerung leidet unter Waffen in den Händen von autoritären Regimen oder von Akteuren, die weder gesellschaftlich legitimiert noch kontrolliert sind. Gewalt ist ein schweres Übel für die Menschen und ihr Zusammenleben. Die Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE), deren Mitglied die AGEH ist, vertritt den Standpunkt, dass der Transfer von Mitteln der Gewalt (also auch von Waffen) nach den gleichen Kriterien zu beurteilen ist, wie die Androhung oder Anwendung von Gewalt.

 

Die AGEH unterstützt die Kampagne durch ihre Mitgliedschaft, weil sie die Ziele der Aktion mitträgt. Sie bringt durch ihr Engagement in der Kampagne auch zum Ausdruck, dass Frieden und Gewaltfreiheit nicht allein durch die Unterstützung von konkreten Projekten in den Konfliktländern erreicht werden können. Ebenso wichtig wie die Förderung der Friedensarbeit in den Partnerländern ist die Arbeit an Veränderungen in unserer Gesellschaft. Die AGEH möchte ihre Erfahrungen und Kontakte in den Partnerländern in die Aktionen der Kampagne in Deutschland einbringen.  Die Stimme, der vom deutschen Waffenhandel betroffenen Menschen und Partnerorganisationen, soll durch die Kampagne in Deutschland gehört werden.

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