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Mitarbeit in der Trägerstrukturförderung
und Organisationsentwicklung
Aus Gründen, die wesentlich in der Historie
kirchlicher Entwicklungsstrukturen insbesondere in Afrika und Asien
zu suchen sind, schöpfen diese zuweilen ihre möglichen
Leistungspotentiale nicht voll aus. Durch Maßnahmen der institutionellen
Förderung soll die Effektivität und Effizienz dieser Strukturen
als legitime Koordinations- und Förderungsinstanzen authentischer,
lokal verankerter Entwicklung optimiert werden.
Die Organisationsentwicklung (OE) ist als die ganze Organisation
umfassender Prozess angelegt, der ausgehend von den Potentialen
der Mitarbeiter/innen auf den verschiedenen Verantwortungsebenen,
die Lernfähigkeit der Organisation und ihre Möglichkeit
flexiblerer Reaktion auf sich verändernde Anforderungen (Fähigkeiten
und Bedürfnisse der Begünstigten, beschränkte finanzielle
und personelle Ressourcen, politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen,
Ansprüche der internationalen Partner u.a.) verbessert.
Oft steht am Anfang eines solchen Prozesses eine durch die Fachkraft
zu moderierende Analyse der bestehenden Situation und eine Bestandsaufnahme
der vorhandenen Möglichkeiten zur Realisierung der Entwicklungsmöglichkeiten
der Organisation. Die Erweiterung der Wahrnehmung der Systems ihrer
internen und externen Organisationsumwelt steht methodisch im Mittelpunkt
der Beratungsarbeit. Die Erarbeitung einer strategischen Planung
ist ein weiterer Schritt, der u.a. politische, personelle, finanzielle
und strukturelle Aspekte bei der Erreichung der definierten Ziele
berücksichtigt. Wesentlich ist, dass sowohl der Prozess als
auch die Ergebnisse sich stets im vollen Eigentum und der Verantwortung
der betroffenen Organisation - und nicht der Fachkraft - befinden.
Fortbildungsbedarfe, sowohl der Projekt- und Programmbegünstigten,
als auch der Mitarbeiter/innen der Entwicklungsstruktur können
sich ergeben und sind durch entsprechende Maßnahmen (deren
Planung, zuweilen auch deren Durchführung der Fachkraft obliegt)
aufzugreifen.
Oft ist es auch Teil der Aufgabe der Fachkraft, die Netzwerkarbeit
ihres Arbeitgebers mit lokal und regional komplementär tätigen
Organisationen zu stärken.
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