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Mitarbeit in der Ländlichen Entwicklung
In vielen afrikanischen, asiatischen und
lateinamerikanischen Ländern lebt ein Großteil der Bevölkerung
nach wie vor überwiegend von der Landwirtschaft auf Subsistenzniveau.
Durch das Zusammenspiel verschiedener Faktoren (Bevölkerungswachstum,
Erosion, Bodenschäden durch Brandrodung, Versalzung, Landflucht,
unzureichende Vermarktungsmöglichkeiten, Verschwinden traditioneller
Organisationsformen) ist jedoch ihre Existenzgrundlage mehr und
mehr gefährdet.
Ehemals intakte Ökosysteme und regionale Wirtschaftsräume
werden durch die genannten Faktoren zunehmend belastet bis hin zur
Zerstörung von natürlichen Ressourcen und traditionellen
Selbsthilfepotentialen. Dies wirkt sich negativ aus auf die landwirtschaftlichen
Erträgen, Einkommen, Ernährungs- und Gesundheitssituation
der Landbevölkerung aus.
Lokale Fachkräfte, die Methoden der nachhaltigen und standortgerechten
Landnutzung und angepasster ländlicher Organisation vermitteln
können sind häufig nur begrenzt verfügbar. Deshalb
vermittelt die AGEH Fachkräfte an kirchliche Partnerorganisationen
und Nichtregierungsorganisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika,
wo diese in beratender, koordinierender und ausbildender Funktion
in der ländlichen Entwicklung tätig werden. Ziel der Mitarbeit
von Fachkräften ist die Beratung und Förderung von Selbsthilfeprojekten
von kleinbäuerlichen Familien und Basisinitiativen, um der
ländlichen Bevölkerung die Erwirtschaftung eines ausreichenden
Einkommens und den Zugang zu Entscheidungsprozessen und Ressourcen
zu ermöglichen.
Neben der Einführung angepasster landwirtschaftlicher Praktiken,
wie Bodenschutz, Fruchtfolgen, Förderung und Erhalt der Bodenfruchtbarkeit
sowie Diversifizierung des Anbaus, wofür zunehmend einheimisches
Fachpersonal zur Verfügung steht, liegen die Aufgaben der Fachkräfte
zunehmend in der Förderung kleinbäuerlicher Organisationsstrukturen
und deren Vernetzung, um den Zugang zu Ressourcen und die Teilhabe
an politischen Entscheidungsprozessen zu ermöglichen.
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