fid fid   Home  
  Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe e. V.   Impressum  
fid            
fid
 

Mitarbeit in der Humanitären Hilfe

Not- und Katastrophenhilfe direkt im Anschluss an natürliche oder von Menschen verursachte Katastrophen stellt den ersten Schritt eines kontinuierlichen Prozesses der Begleitung betroffener Bevölkerungsgruppen dar. Üblicherweise dauert diese erste Phase drei bis sechs Monate und entsprechend ist auch die Dauer von Dienstverträgen für Fachkräfte in diesem Bereich. Inhaltlich geht es hier um direkte Hilfe zum Überleben: Wasser, Nahrungsmittel, Obdach, medizinische Erst- und Grundversorgung. Fachkräfte, die in dieser Phase vor Ort arbeiten, sollten, aufbauend auf eine mehrjährige Berufserfahrung in einem relevanten einschlägigen Bereichen (Logistik, Technik, Lagerung und Verteilung von Hilfsgütern, Betriebswirtschaft) mehrjährige Berufserfahrung in der Entwicklungs- oder Nothilfe haben und über nachweisbare Erfahrungen verfügen im Bereich der Koordination komplexer humanitärer Problemlagen.
An die erste Phase schließt sich die des Wiederaufbaus an, in der sich die Aufgabe stellt, zerstörte oder geschädigte materielle und soziale Infrastruktur wieder herzustellen. Wesentlich ist für die zumeist kirchlichen Partner der AGEH die Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren. So früh wie irgend möglich werden die Bevölkerung und die lokalen Organisationen und Institutionen verantwortlich eingebunden, lokaler Sachverstand für die Planung und die Durchführung der Wiederaufbaumaßnahmen genutzt. Externen Fachkräften kommt oft die Aufgabe der Koordination mit anderen Hilfsorganisationen, der Mitarbeit bei der Erarbeitung von strategischen Planungen, der Finanz- und Sachberichterstattung und der Beratung der lokalen Akteure zu.
Immer öfter ist es auch Aufgabe externer Fachkräfte, die politischen Begleitumstände des Wiederaufbaus zu verfolgen und durch Monitoring- und Lobbyarbeit dazu beizutragen, dass die Bedürfnisse und Interessen von armen und benachteiligten Bevölkerungsschichten ausreichend Berücksichtigung finden und dass nicht durch unbedachte oder voreilige Hilfsaktionen mehr Schaden als Nutzen angerichtet wird. Letzteres gilt insbesondere für den Bereich der Selbsthilfe und der Selbstorganisation von Bevölkerung, die besonders zu fördern es in der ggf. sich anschließenden Phase der langfristigen Entwicklungszusammenarbeit gilt.

weiter

Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (AGEH) e.V. Ripuarenstr.8, D-50679 Köln,Germany Telefon: +49/0221/8896-0,Telefax: +49/0221/8896-100 info@ageh.org